Schutz und Erhaltung unseres Saatgutes

Seit einigen Jahren schon säen wir fleißig, bauen reichlich in unserem Garten an. Wir sorgen für einen guten Gartenboden. Die Bodenlebesesen haben reichlich zu tun. Von einem Nachbarn holen wir uns die Hühnerkacke, der andere fährt uns sämtliches Gras zum Mulchen auf den Hof. getrocknete Stauden werden geheckselt und kommen wieder auf die Beete oder unter die Sträucher. Ein funktionierender Kreislauf. Toll! Super!

Aber wir haben so ein schlechtes Gewissen. Denn immernoch kaufen wir den Samen aus dem Discounter, billig! Und aufgegangen sind sie ja auch….. Allerdings wissen auch wir schon lange, dass wir und auch jeder Einzelne so immer mehr die Monopolstellung der Großkonzerne stärken und stärkt. Wir müssen uns dem samenfesten Saaten zuwenden und die verschiedenen Sorten, die es noch gibt, schützen. Also machen wir jetzt nicht mehr billig, billig – sondern was für die Zukunft unserer Kinder und für unsere Lebensgrundlage = die natürliche Ernährung.

Und wir staunen, wie viele Menschen in diesem Sektor schon aktiv sind. Wieviele Arbeitsplätze hier entstanden sind.
Und für die viele fleißige Arbeit mit Erfahrung und Liebe beim Ernten kräftiger und vermehrungsfreudiger Samen zahlt man doch gerne einige Cent mehr, oder? Wir machen das auf jeden Fall ab dieser Gartensaison.

Wir haben uns den Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säeen“ angesehen:

Dieser Film hat uns sehr ergriffen. Auch die Skrupellosigkeit und die Ignoranz der Großkonzerne hinsichtlich der Ergebnisse und der Folgen dieser Taten. Hat so ein Konzernchef, Manager oder Fillialleiter keine Kinder, keine Enkelkinder? Meinen sie, ihre Nachkommen trifft es nicht?
ES TRIFFT SIE NUR NICHT, WENN WIR ETWAS DAGEGEN TUN!

Schauen Sie sich den Film an, wir laden Sie ein zu einer Gesprächsrunde danach in unseren Garten…

Zu diesem Kinobesuch haben wir eine Dame vom VEN, dem „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ –   https://www.nutzpflanzenvielfalt.de/   –
kennengelernt.

Ein kleiner Erfahrsaustausch und schon sind wir jetzt auch noch „Samenerhalter“. Wir haben uns in diesem ersten Jahr für Tomaten und Bohnen entschieden. Wir sind sehr gespannt und hoffen, es geht auch reichlich Samen auf. Fünfzig Korn gibt man wieder zurück zur Weiterverteilung, und den Rest werden wir als Nahrung verwenden und gerne auch weiterverschenken.

Kommen Sie zu uns, stellen Sie uns  Ihre Fragen. Lassen Sie uns zum Erfahrungsaustausch treffen. Es ist schon kurz vor Ultimo. Rasant müssen wir uns als Samenhüter vermehren, die Informationen weitergeben und die Natur für unsere Kinder erhalten.

 

Ellershagen, den 07. Februar 2020

033989-209235

Herzliche Gartengrüße von Elvira Gwozdz

 

Sowohl in der Dichtung als auch im Leben ist es niemals zu spät für eine Korrektur.