Der Einzelne

Wie kann ein Leben aussehen, das für den Planeten und die Umwelt verträglich ist?

 


Wenn ich zurückschaue auf mein Leben seit dem Kauf unseres Grundstückes 2012 bin ich sehr überrascht, wie sich meine Sichtweise auf die Dinge, die mich umgeben oder passieren, verändert hat.
Jedoch frage ich mich oft, was aus unserer Mutter Erde wird. Immerhin bin ich selbst vierfache Mutter und vierfache Großmutter. Sehr oft überrollen mich die Ängste, und ich bin niedergeschlagen. Aber dann kommen Gespräche, Begebenheiten, Initiativen –  und ich habe wieder Hoffnung für unsere Erde und uns Menschen.


Auf einem Treffen für Klima und Migration habe ich Jörg Matthée kennengelernt. Er hat ein Buch geschrieben: „Rettet das Klima“.

Die Frage: „Was kann ich als Einzelner tun, wenn Millionen andere so weitermachen wie bisher?“ begegnet mir sehr oft. Und das hat mich so eingenommen für diese 24 Seiten, die den Zusammenhang zwischen unseren alltäglichen Geldausgaben und dem Klimawandel punktgenau und mit vielen Beispielen erklären.

Hier sind Schritte niedergeschrieben, die gangbar sind. Die hier aufgezeigten Zusammenhänge sind einfach zu beherzigen.

https://www.bod.de/buchshop/rettet-das-klima-joerg-matthee-9783749464999

Das Buch kostet 3,77 €, als E-Book 2,99 €.

Der Autor verzichtet für dieses Büchlein auf sein persönliches Honorar, weil er am Klimawandel kein Geld verdienen möchte


In den Sommermonaten (Erntemonate) fällt wesentlich weniger Verpackungsabfall an, haben mein Mann und ich festgestellt. Wir ernähren uns mehr aus unserem Garten.

Im Garten haben wir schon keine Abfälle mehr, da verwerten wir jedes organische Material (Strauch- und Baumschnitt, Rasen, Obst- und Gemüsereste, Unkraut).

Bei der Verpackung ist das nicht so einfach. Plastebesteck, Pappteller oder –becher gab es sowieso nie in meinem Haushalt, auf keiner Party, keinem Fest. Es war mir schon immer unangenehm, von diesem „Ersatzgeschirr“ zu essen.

Aber nun soll es in diesem Sommer einen Monat nur Ernährung aus unserem Garten geben. Verpackungsmaterial gibt es in dieser Zeit nicht. Allerdings bin ich gespannt, ob mein Ehemann dieses Vorhaben verwirklichen kann. Ich habe mich schon 2018 ein Jahr vegan ernährt; war nicht so schwer und ist mir gut bekommen.


Nachhaltig leben? = Nicht mehr verbrauchen, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann! = für meine Kinder, Enkel und Urenkel…..

Nachhaltigkeit beginnt im Kopf, in unserem eigenen Denken. Mehr Nachhaltigkeit ins eigene Leben zu bringen ist eine Option, die jeder von uns hat. Dafür brauchen wir keine Partei, keine Gesetze, keine teuren Geräte.


07.03.20: Eine Freundin rief an – „Warum stellen wir noch Dinge her, die nicht wieder aufbereitet oder verwertet werden können?“ Diese Frage stelle ich mir auch schon eine ganze Weile. Und ich freue mich, dass das nicht nur meine Gedanken sind.


2019 war „Fontanejahr“. Ich las in einer Broschüre folgendes Zitat von Theodor Fantane : „Gott, was ist Glück? Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle, keine körperlichen Schmerzen – das ist schon viel.“

Dieses Zitat hat mir sofort gefallen, es ist verewigt an unserem Informationszaun.


Ich wünsche ein langes und gesundes Leben auf unserer Mutter Erde.

Elvira Gwozdz