WOHNPROJEKT

Bevor es mich und meinen Mann nach Ellershagen verschlagen hat, haben wir nach Möglichkeiten gesucht, um mit Freunden zusammenzuleben, gemeinsam den Alltag zu meistern, denn wir werden ja nicht jünger. Aber so richtig konnten sich unsere Freunde nicht entscheiden.
Und so haben wir alleine weitergesucht und sind auf dieses herrliche Grundstück in der Objektstraße 4 in Ellershagen/Ausbau gestoßen. Seit dem 01. Dezember 2016 wohnen wir jetzt in unserem Häuschen und wissen, dass uns die Freude an der Natur, am Werkeln und Gärtnern beim „gesund Alt werden“ unterstützen wird.

Trotzdem bleibt immer dieser Wehmutstropfen, dieses Projekt „Zusammen“ nicht probiert zu haben: Zusammen leben, wirtschaften, arbeiten = so lange wie möglich selbständig!

Wohngemeinschaften/-projekte sind ja keine Neuheit mehr. Man kann hier sogar schon in Erfahrungsaustausch treten, um gemachte Fehler nicht zu wiederholen. Mit Kennenlernen unserer neuen Umgebung haben wir so viele wunderschöne leer stehende Häuser mit riesigen Grundstücken entdeckt. Sie sind dem Verfall preisgegeben. In den verlassenen Gärten wuchern Brennnesseln, Zäune sind eingewachsen.
Es ist reichlich Land für eine Selbstversorgung in einer schönen Gegend; eine Basis für eine neue Heimat mit unbegrenzten Möglichkeiten.

Wer hat Interesse und Abenteuerlust, um in Gemeinschaft aufzubauen und zu leben? Nichts kann man bewirken, wenn es nicht Menschen gibt, die bereit sind.

Egal ob Jung oder Alt = Balance zwischen Individualität und Gemeinschaft. Lernen miteinander, voneinander, Kosten sparen und in einer Art modernem Netzwerk leben.

Die Finanzierung für ein solches Vorhaben ist über die GLS Gemeinschaftsbank eG möglich. Dazu liegt bereits ein Finanzierungsplan vor. Ebenso können Spenden gesammelt werden, die den Neustart erleichtern. Diese Spendensumme könnte dann später wieder für ein neues Wohnprojekt genutzt werden.

Selbstverwaltetes Wohnen und solidarisches Wirtschaften sollten das Zusammenleben der zukünftigen Bewohner bestimmen.

Der Verein/die Genossenschaft wäre Eigentümer der Liegenschaften und als solcher im Grundbuch eingetragen. Auf dieser rechtlichen Ebene kann das Eigentum also durch die Vereinsorgane/Genossenschaft demokratisch verwaltet werden.

Auf der wirtschaftlichen Ebene, auf der das Wohnprojekt persönlich genutzt wird, würden die Bewohner alle Rechte und Pflichten wahrnehmen, die mit der Verantwortung für selbstverwaltete Wohn- oder Arbeitsräume einhergehen. Dieses Zusammenleben kann durch Nutzungsverträge geregelt werden.

Es ist möglich, in dieses Wohnprojekt auch Zimmervermietung mit einzubeziehen. Hierfür gibt es Fördermittel vom Land Brandenburg.
Zimmervermietung = Vollpension und Betreuung der Gäste (gemeinsames Kochen, Wanderungen, Lesungen, Tanz- und Singabende, Lagerfeuer, Kinderbetreuung …). Aufbau eines Hofladens mit parallellaufendem Café.
Somit ist es möglich, dass in diesem Rahmen auch feste Arbeitsplätze entstehen.

Um sich in das Dorfleben einzubringen, wäre Vereinstätigkeit ein Vorschlag.

Wie in diesem Wohnprojekt gelebt wird, können sowieso nur die zukünftigen Bewohner bestimmen, denn sie müssen auch Rücksicht nehmen und Kompromisse schließen. Damit das Zusammenleben funktioniert, sollten die Mitbewohner miteinander auskommen.
Melden Sie sich, und dann organisieren wir ein erstes Treffen in unserer schönen Gegend.

Elvira Gwozdz, 033989-209256, 0176-99398717, info@ellershagen.de